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Zum 1.7.2008 steigen die Bezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung um
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Beispiel: Ohne Berücksichtigung der Preissteigerungen sieht die Rechnung für einen Rentner, der monatlich 1.000 Euro erhält, ab 1.7.2008 daher wie folgt aus: Die Rentenerhöhung zum 1.7.2008 um 1,1 Prozent bringt dem Rentner ein Plus von 11 Euro pro Monat. Gleichzeitig steigen die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung von 17 Euro auf dann 19,50 Euro. |
urbs-media Praxistipp: Von Kritikern wird die zweijährige Aussetzung des Riester-Faktors schlichtweg als Mogelpackung bezeichnet. Dieser Vorwurf ist im Kern auch berechtigt. Denn nach den Plänen der Bundesregierung soll er für 2008 und 2009 ausgesetzte Abzug des Riester-Faktors in den Folgejahren bis 2013 vollständig nachgeholt werden. Dann drohen den Rentenbeziehern vermutlich wieder mehrere Nullrunden, denn unter dem Strich müssen die Rentner ihre Rentenerhöhungen der Jahre 2008 und 2009 selbst finanzieren.
Viele Leser werden sich jetzt fragen, was die Große Koalition mit diesem Taschenspielertrick eigentlich bezweckt. Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Im Herbst des Jahres 2009 ist Bundestagswahl und die Politiker von CDU/CSU und SPD befürchten schlichtweg, von den ca. 20 Mio. Rentnern in Deutschland für ihre Politik der Steuerer- und Abgabenerhöhungen bei gleichzeitigen Leistungsverschlechterungen (z.B. im Gesundheitswesen) massiv abgestraft zu werden. Denn die Rentnerinnen und Rentner in Deutschland haben mit Sicherheit nicht vergessen, dass die derzeitigen Finanzprobleme bei den Rentenkassen kaum etwas mit dem Problem der Arbeitslosigkeit und schon gar nichts mit dem Geburtenrückgang zu tun haben. Die Finanzkrise beruht praktisch ausschließlich darauf, dass die Kosten der deutschen Wiedervereinigung seit der damaligen Kohl-Regierung weiterhin zu einem sehr großen Teil aus den Kassen der gesetzlichen Rentenversicherung finanziert werden.