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In Amerika müssen Barabhebungen vom eigenen Konto künftig sieben Tage im voraus bei der Bank angemeldet werden


urbs media, 1.3.2010: Vielen Kunden der Citigroup in den USA droht möglicherweise schon bald eine extreme Bargeldknappheit. Denn die neuen seit 1.1.2010 geltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten eine Klausel, wonach Barabhebungen vom eigenen Konto von der Bank nur noch dann ausgezahlt werden müssen, wenn der Kunde die Abhebung mindestens sieben Tage im Voraus angekündigt hat.

Konkret heißt es in den AGB der Citibank unten im letzten Absatz auf Seite 23:

Withdrawal Notice

We reserve the right to require seven (7) days advance notice before permitting a withdrawal from all checking, savings and money market accounts. We currently do not exercise this right and have not exercised it in the past.

Abhebungs-Benachrichtigung

Wir behalten uns das Recht vor, sieben (7) Tage vor der Genehmigung von Abhebungen bei allen Giro-, Spar- und Geldmarkt-Konten eine entsprechende Vorab-Benachrichtigung zu verlangen. Gegenwärtig machen wir von diesem Recht jedoch keinen Gebrauch und haben auch in der Vergangenheit dieses Recht nicht ausgeübt.

Wenn Sie die entsprechende Klausel auf Seite 23 in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Citi-Bank im englischen Original nachlesen wollen, hier der entsprechende Link: https://online.citibank.com/JRS/popups/ao/Client_Manual_20091228.pdf.

Unbestätigten Meldungen zufolge werden derzeit alle Kunden der Citi-Bank in den USA zusammen mit ihren Kontoauszügen auf die neue AGB-Klausel hingewiesen. In dieser Mitteilung heißt es, dass man ab dem 1. April 2010 von diesem neuen Auszahlungs-Verweigerungsrecht bei fehlender schriftlicher Abhebungs-Ankündigung Gebrauch machen dürfe.

Es scheint so, dass die amerikanische Notenbank FED die Änderung der AGB erzwungen hat und dass diese Neuregelung nicht nur die Kunden der Citi-Bank betrifft. Offenbar befürchtet die US-Regierung den Zusammenbruch weiterer Kreditinstitute in Amerika und möchte einen erneuten Bank-Run wie bei der Weltwirtschaftskrise verhindern.

urbs-media Praxistipp: Für die Bürger in Deutschland beängstigend ist hierbei vor allem, dass die staatsnahen deutschen Medien diese geplante "Bargeldsperre" in den USA mit keinem Wort erwähnen. Dabei bleiben die offiziellen deutschen Nachrichtenmedien auf der restriktiven Linie, die man hierzulande bereits bei dem ab 1.1.2011 in Griechenland geplanten Verbot größerer Barzahlungen kennt. Oder haben Sie etwa in der ARD oder im ZDF oder in Ihrer Tageszeitung erfahren, dass die griechische Regierung zum Beginn des Jahres 2011 Barzahlungen ab einem Rechnungsbetrag von 1.500 Euro für illegal erklären will?

Die Menschen in Deutschland leiden neben der Wirtschafts- und Finanzkrise zusätzlich auch an einer akuten Informationskrise. Wer sich nicht regelmäßig bei alternativen Nachrichten-Quellen im Internet informiert, der lebt in Deutschland buchstäblich im "Tal der Ahnungslosen". In Abwandlung eines Werbespruchs der Öffentlich-Rechtlichen kann man daher getrost feststellen: Bei ARD und ZDF sieht man noch nicht einmal die Hälfte!

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