Zahlreiche Internetforen spekulieren über eine Währungsreform in Deutschland innerhalb der nächsten Monate
urbs-media, 24.5.2010: In unserem Update vom 5.5.2010 hatten wir die Frage gestellt, ob in Deutschland in absehbarer Zeit eine erneute Währungsreform droht. Hintergrund dieser Befürchtungen waren die Bürgschafts- und Kreditverpflichtungen, die die Bundesregierung Anfang Mai 2010 für Griechenland übernommen hatte. Konkret hatten wir ernsthafte Zweifel daran geäußert, ob Griechenland jemals die vom deutschen Steuerzahler garantierten Milliardendarlehen zurückzahlen wird.
Die Finanzlage in Deutschland verschlechtert sich weiter
Inzwischen hat sich die Finanzlage der Bundesrepublik nach nur zwei weiteren Wochen noch einmal dramatisch verschlechtert. Denn nach dem Rettungsdarlehen für Griechenland hat die Bundesregierung nunmehr beschlossen, Deutschland müsse auch die übrigen Eurostaaten vor dem Bankrott retten. Und so wurden in einer Eilaktion in der vergangenen Woche weitere 150 Mrd. Euro als Garantien für zukünftige Pleitestaaten aus dem Bundeshaushalt bereitgestellt. Und auch hier besteht die begründete Befürchtung, dass der deutsche Steuerzahler diesen Betrag ohne jede Aussicht auf Rückzahlung bereitstellen muss. Damit hat die schwarz-schwarz-gelbe Bundesregierung in kaum drei Wochen die zukünftigen Finanzbelastungen der Menschen in Deutschland um "einen halben Bundeshaushalt" erhöht. Denn machen wir uns nichts vor: Wer für fremde Schulden bürgt, der muss im Zweifelsfall auch zahlen! Und die Profiteure dieser Bürgschaften wären doch dämlich, wenn sie den Bürgschaftsfall nicht eintreten ließen!
Die Gerüchte über eine bevorstehende Währungsreform verstärken sich
Wer nun im Internet über die Wahrscheinlichkeit einer Währungsreform in Deutschland recherchiert, der stößt auf Hunderte von Seiten, die einen derartigen Währungsschnitt in Aussicht stellen. Was den Termin für die Einführung der so genannten "D-Mark 2" angeht, da nehmen diese "Finanzexperten" kein Blatt vor den Mund: Eigentlich sollte es schon an Pfingsten geschehen, aber da wurde es aus unerfindlichen Gründen abgesagt. Als nächster Termin für den deutschen Euro-Ausstieg ist jetzt die Zeit der Fußballweltmeisterschaft im Gespräch, spätestens jedoch der Jahreswechsel 2010/2011.
Und da soll es den Sparern in Deutschland an den Kragen gehen. Denn es werden schon konkrete Umtauschkurse für die Währungsreform genannt: 5.000 Euro sollen im Verhältnis 1 : 1 in die neue D-Mark umgetauscht werden und darüber hinausgehende Sparguthaben nur im Verhältnis 100 Euro = 1 Neue DM.
Um diese Gerüchte über die unmittelbar bevorstehende Währungsreform zu untermauern, findet man auf den einschlägigen Internetseiten dann lange Listen mit "Leserbriefen", die verdächtige Aktionen beobachtet haben wollen. Da wird von zunehmenden Geldtransporten bei der Bundesbank berichtet, von neuen Maschinen zur Herstellung völlig neuer Banknoten und von Engpässen bei der Bargeldabhebung. Sollten diese Berichte stimmen, dann hat für den Euro tatsächlich das letzte Stündlein geschlagen.
Wer steht hinter den Gerüchten um eine Währungsreform?
Die urbs-media Redaktion empfiehlt seit langem, den Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland nur mit erheblichen Zweifeln zu begegnen. Auch haben wir unseren Lesern immer wieder geraten, sich verstärkt aus ausländischen Quellen zu informieren und das Internet zur Recherche zu nutzen. Dies heißt aber natürlich nicht, dass man alles glauben soll, was im Internet verbreitet wird. Denn wie bei den unseriösen Aktienempfehlungen gibt es generell im Bereich Kapitalanlagen ganze Netzwerke, die das Internet zu ihrem finanziellen Vorteil einsetzen.
Und siehe da, praktisch alle Internetdienste, die eine baldige Währungsreform prognostizieren und hierzu schreckliche Horrorgeschichten veröffentlichen, wollen Ihnen etwas verkaufen: Nämlich Gold und andere Edelmetalle sowie Überlebensausrüstungen für den Zeitpunkt, in dem in Deutschland die staatliche Ordnung zusammenbricht.
Damit ist für den kritischen Beobachter klar, dass wir weder den beschönigenden Meldungen der Bundesregierung noch den Panikmeldungen der Goldverkäufer glauben dürfen. Denn beide streben nur nach ihrem eigenen finanziellen Vorteil.
Die deutsche Bundesregierung wird vom Ausland ferngesteuert
Die Bundeskanzlerin behauptet, die Milliarden-Bürgschaften für Griechenland und jetzt für den gesamten Euro-Raum dienten allein der Sicherung der deutschen Sparguthaben. Ja - sogar als "alternativlos" bezeichnet Angela Merkel diese Aktionen. Dies ist natürlich völliger Quatsch. Denn von Wirtschaft und Finanzen hat die deutsche Kanzlerin nun wirklich keinen Schimmer.
Und so kommt es dann, dass sich die deutsche Außenkanzlerin am vorletzten Wochenende in Moskau bei einem Staatsakt mit Krim-Sekt und Kaviar erfrischte, während gleichzeitig der französische Präsident Nicolas Sarkozy und Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi in einer Gemeinschaftsaktion zu Lasten der Bundesrepublik weitere Milliardenbürgschaften für den Euro und damit für ihre eigenen Staaten vereinbart haben. Und dem deutschen Bundestag bleibt dann nur noch, diese zusätzlichen Belastungen als angeblich "alternativlos" abzunicken.
Die Währungsreform kommt, aber nicht in Form einer neuen D-Mark
Die urbs-media Redaktion geht zwar auch von einer Art "Währungsreform" aus, aber nicht heute, nicht morgen und auch nicht in den nächsten fünf Jahren. Zu einem Ausstieg aus dem Euro fehlt der Bundesregierung nämlich der politische Mumm, vermutlich auch die staatliche Souveränität. Daher sind wir in Deutschland bis zum Untergang an den Euro gefesselt. Und dieser Untergang ist nicht mehr abzuwenden, dafür sind die öffentlichen Schulden der Euro-Länder einfach zu hoch.
Deshalb kommt früher oder später die Währungsreform in Form einer gezielten Geldentwertung, mit der die Staaten Europas ihre Schulden reduzieren. Auch die USA werden den Weg über die Inflation gehen, um ihre Staatsschulden abzubauen. Die derzeit künstlich von internationalen Spekulanten erzeugte Euro-Schwäche dient nämlich in erster Linie dazu, dem Dollar kurzfristig einen unliebsamen Währungskonkurrenten vom Halse zu schaffen. Und da sind wir auch bei den Verursachern der Griechenlandkrise, der Irlandkrise, der Portugalkrise, der Italienkrise und der Spanienkrise: Das in US-Dollar investierte internationale Finanzkapital!
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